Als einer der ersten Teilnehmer von MusicHub (in enger Verbindung mit der GEMA) erscheinen regelmäßig sehr spezielle musikalische Arbeiten bei allen bekannten Streamingdiensten, wie meine erste Album-Veröffentlichung als Solo-Künstler, bei der ich ein Hör-Theater erschaffe, welches stets Fieldrecordings enthält und in die Tiefe geht, aber auch entspannend ist.

 

Mein Vater 40 Jahre war älter als ich und dessen Vater wiederum vierzig älter als er, welcher ebenfalls einen vierzig älteren Vater besaß. Welten nicht nur vom Alter, wie mir zuvor unbekannte Familiendokumente belegen. Dabei fühle ich mich in meiner Erforschung der Geschichte der Kämmerers besonders meinem Onkel Karlheinz, geb. 14.08.1922, verbunden, der in diesem Bild von 1927 als kleiner Prinz ganz vorne in der Mitte sitzt und dessen Feldpost ich in meinem neuen Roman Vater unser Land in Parallelmontage einbaue (Veröffentlichung in der Nacht 14.08/15.08.2021).

Meinem Großvater Oskar Hermann Max, der am 15.08.1920 Deutscher Meister im 110-Meter-Hürdenlauf wurde, soll ich hingegen optisch ähneln. Er, den ich ebenfalls niemals kennenlernen konnte, steht hinten rechts, etwas seltsam in den Raum gelehnt, wodurch es so wirkt, als wäre er ein Zeitreisender, der sich ins Bild mogelt, oder eben ich selbst.

Vom 14.06.-16.06.2019 wäre dann wieder das Kunstfestival 48 h Neukölln (www.48-stunden-neukoelln.de), wo ich am Samstag mit zwei weiteren Anteilen meiner selbst spreche. Dazu laufen im Kuschlowski über drei Mono-Lautsprecher in drei Stunden drei Tonspuren mit Klangkunst unterschiedlicher Länge gleichzeitig, sodass sie in drei Stunden unterschiedlich ineinander verwoben sind. Meine dazugehörigen drei unterschiedlichen Stimmen, die sich anfangs in ihrer in Futur-III erzählten Geschichte linear ergänzen, verschieben sich folglich ebenso zueinander, sodass neue verbale Sinn-Einheiten, ja, eine neue in Futur-III erzählte Geschichte entsteht.

Am  25.03.2019 läuft bei Deutschlandfunk Kultur in der Sendung Kurzstrecke mein zwölfminütiges Hörstück „Dramatic Stockhausen Dream“ (www.deutschlandfunkkultur.de), bei der Karlheinz Stockhausen in einer Sinnkrise steckt, noch nicht meint, seine Heimat sei der Sirius, und von irdischen Wurzeln träumt.

 Arnold Schönbergs Vater arbeitete als Schuhmacher und starb an einer Lungenentzündung, als sein Sohn, der spätere Entwickler der
Zwölftontechnik, fünfzehn war. Stockhausen selbst war ebenfalls erst Jugendlicher, als sein Vater, ein Volksschullehrer, während des zweiten Weltkriegs fiel und seine angeblich depressive Mutter Opfer einer Tötungsanstalt wurde. Vielleicht wegen dieser prägenden Parallele erkennt Stockhausen trotz beruflicher Unterschiede zu leiblichen und musikalischen zu übertragenen Eltern im Traum ein Muster, dem er instinktiv folgt, bis er mitten in der Nacht aufschreckt und in den Himmel schaut, um seine wahre Heimat zu erkennen.

Vom 14.Oktober bis 4. November 2018 wird eine Klanginstallation bei der Klanggalerie  „ohrenhoch, der Geräuschladen“ (www.ohrenhoch.berlin) im Rahmen von sound activism 2018 laufen, bei der ich Stimme und Text der Perfomance-Künstlerin  Charis Nass (http://charisnass.de) in meine Klangwelten einbette.

 Und auf Bandcamp sind sehr spezielle Ambient-Arbeiten von mir unter dem Projektnamen Tao Han (https://taohan.bandcamp.com/) zu finden, die Überlänge haben und sich im Aufbau stets minimal verändern, sodass trotz sich wiederholender Phasen das Klangbild niemals gleich ist und durchaus entspannenden Charakter hat.  Als Bewegtbild:

Am 18.03.2018 ist Premiere der Inszenierung des Stücks „Dreier“ (J. Roselt) in der Regie von Jessica S. Cremer (www.jessica-sonia-cremer.com) am Landestheater Detmold, bei dem ich die gesamte Sound-Kulisse gemacht habe: http://www.landestheater-detmold.de/theaterstueck/dreier-174/

Die nächsten Hörkunst-Termine finden dann beim Kunst-Event 48-Stunden-Neukölln in doppelter Form statt:

Am 23.06.2018 im offiziellen Rahmenprogramm mit der Klanginstallation „reality makes the sound“ im Kuschlowski, bei der ich vor allem mit Bar-Geräuschen  arbeite  und die der Musiker Patrick Kuhn live begleitet (https://48-stunden-neukoelln.de/de)

 

Am 24.06.2018 bei der Finissage in der Fotofabrik, bei der ich in einem Soundscape akustisch auf die Foto-Arbeiten von Elise Corvaglia (Be) & Annabel Werbrouck (Be/ De) eingehe (http://www.fotofabrikblnbxl.eu/news)

 

Oftmals in meinem Leben, da der Fokus dafür groß ist, ergeben sich Symbole, die mich beglücken, wie dieser Hund, ein Schatten, der an einer Tür in einem verwaisten Büro im Flughafen Tempelhof entsteht, weil ich da für ein Selbstportrait auf einem Stuhl sitze, beschienen von der Sonne, die durch den Hangar scheint.

(© Hans Kämmerer, aufgenommen während der Recordings im Candy Bomber Studio für das zweite Album der Band Chaplin, http://www.chaplin.de/)